HARTON Anlagentechnik GmbH
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Dosieranlagen, die Prozesschemie kontrollierbar machen

In vielen Industrieprozessen entscheidet nicht die Fördermenge einer Pumpe über die Prozessstabilität, sondern die präzise Zugabe von Additiven, Chemikalien oder Inhibitoren. Genau dafür werden Dosieranlagen eingesetzt. Sie kombinieren Dosierpumpen, Mess- und Regeltechnik, Medienmanagement sowie Sicherheitsfunktionen zu einem integrierten System.

Harton Anlagentechnik GmbH entwickelt Dosieranlagen deshalb nicht nur als Pumpenstation, sondern als prozessintegrierte Dosiersysteme, bei denen Dosiergenauigkeit, Regelverhalten und Anlagensicherheit zusammen betrachtet werden.
Dosieranlagen anfragen
Dosieranlagen

Warum Dosieranlagen von HARTON Anlagentechnik GmbH?

Technische Exzellenz
Unsere Dosieranlagen werden individuell auf Ihre Prozessanforderungen ausgelegt und vereinen präzise Dosiertechnik, intelligente Steuerung sowie hochwertige Komponenten zu einer zuverlässigen Gesamtlösung.
Langlebigkeit und Effizienz
Robuste Werkstoffe, energieeffiziente Komponenten und eine anwendungsgerechte Auslegung sorgen für einen wirtschaftlichen Betrieb und eine hohe Lebensdauer auch unter anspruchsvollen Prozessbedingungen.
Einfache Wartung
Wartungsfreundliche Bauweise und gute Zugänglichkeit ermöglichen kurze Servicezeiten und minimieren Stillstände.

Technische Auslegung und typische Anwendungen von Dosieranlagen

Technische Leistungsbereiche von Dosieranlagen

Die konkreten Parameter werden projektspezifisch eingegrenzt.

Typische Planungsbereiche:
Dosierleistung pro Pumpenkopf0,001 - 1027 l/h
Dosierdruck1 - 25 bar (Kolbenpumpen höher möglich)
Medientemperatur-20 °C bis +200 °C
Umgebungstemperatur-20 °C bis +60 °C
Viskosität0,5 - 100.000 mPa·s
Dosiergenauigkeit±0,5 - ±3 %
Hubfrequenz10 - 300 Hübe/min
Gasanteil im Dosiermedium0 - 5 Vol.-%
Feststoffanteil0 - 0,05 Gew.-%
SteuerungLokal oder vollständig integriert in DCS / PLC
Die oben genannten Werte sind Planungsbereiche für kleinere Dosiersysteme. Für größere Förderleistungen oder höhere Druckbereiche können projektspezifische Lösungen ausgelegt werden.

Für welche Anwendungen werden Dosieranlagen eingesetzt?

Dosieranlagen kommen überall dort zum Einsatz, wo Prozessstoffe kontrolliert und reproduzierbar zugegeben werden müssen.

Typische Anwendungen:

  • pH-Korrektur in Wasser- und Abwasseranlagen
  • Flockungs- und Koagulationsmittel in Aufbereitungsprozessen
  • Korrosions- und Inhibitorzugabe in Energieanlagen
  • Biozid-Dosierung in Kühlkreisläufen
  • Additivierung in chemischen Produktionsprozessen
  • Injektionssysteme für Prozesschemikalien

Die Dosierung kann erfolgen als:

  • kontinuierliche Dosierung
  • Batch-Dosierung
  • proportional zur Durchflussmenge
  • regelkreisgeführt (pH / Redox / Leitfähigkeit)
Prozessziel und Dosieraufgabe prüfen lassen

Werkstoffe und Beständigkeit

Die Werkstoffwahl wird durch Medium, Druck und Temperatur bestimmt.

Typische Pumpenkopf- und Rohrleitungswerkstoffe:

  • Edelstahl AISI 316
  • PVDF
  • PP
  • PTFE

Membranen werden häufig ausgeführt als:

  • mehrlagige PTFE-Membranen
  • chemisch kompatible Sondermembranen
  • Kolben- und Plungerkomponenten werden verschleißfest beschichtet oder gehärtet.

Ventilsitze und Dichtungen können bestehen aus:

  • PVC
  • PVDF
  • EPDM
  • FKM
  • NBR
  • PTFE

Materialzeugnisse werden projektspezifisch nach EN 10204 (2.2 oder 3.1) bereitgestellt.
Werkstoffbeständigkeit für Ihr Dosiermedium prüfen
Dosieranlagen
Dosieranlagen

Automatisierung und Steuerung

Dosieranlagen können auf verschiedenen Automatisierungsstufen betrieben werden.
Lokale Steuerung
  • HMI-Panel
  • lokale PLC
  • einfache Dosierregelung
Integration in Leitsysteme
Viele Anlagen werden direkt in Prozessleitsysteme integriert.

Typische Schnittstellen:

  • 4-20 mA
  • Impulssignale
  • Feldbus-Systeme

Regelkreise können gesteuert werden über:

  • pH-Messung
  • Redox-Messung
  • Leitfähigkeit
  • Durchfluss
  • Die Dosierung erfolgt über:
  • Hubverstellung
  • Drehzahlregelung
  • PID-Regelung
Automatisierungs- und Steuerungskonzept abstimmen

Bauarten und Systemvarianten von Dosieranlagen

Dosieranlagen werden projektspezifisch aufgebaut. Entscheidend sind Medium, Druckniveau und erforderliche Dosiergenauigkeit.
Membrandosierpumpen-Systeme
Membrandosierpumpen trennen das Dosiermedium vollständig vom Antrieb. Dadurch sind sie besonders geeignet für:

  • aggressive Chemikalien
  • toxische Medien
  • Anwendungen mit hohen Sicherheitsanforderungen

Typische Vorteile:

  • hohe Dichtheit
  • geringe Leckagegefahr
  • stabile Dosierleistung
Kolbendosierpumpen-Systeme
Kolbendosierpumpen arbeiten mit direkter Kolbenförderung und erreichen deutlich höhere Drücke.

Sie werden eingesetzt für:

  • Hochdruck-Dosierung
  • Injektionsprozesse
  • viskosere Medien

Der konstruktive Unterschied liegt im Dichtsystem, das wartungsintensiver sein kann als bei Membranpumpen.
Mehrkomponenten-Dosieranlagen
Viele industrielle Anwendungen erfordern die Dosierung mehrerer Medien.

Typische Systeme:


  • Mehrstrang-Dosierskids
  • Batch-Dosieranlagen
  • Injektionssysteme für mehrere Chemikalien
  • Die Anzahl der Dosierstränge kann je nach Projekt zwischen 1 und etwa 20 Medien liegen.

Medien und Prozessstoffe

Dosieranlagen müssen häufig Medien fördern, die chemisch anspruchsvoll oder prozesskritisch sind.
Chemisch aggressive Medien
Säuren, Laugen oder Oxidationsmittel werden nur eingesetzt, wenn:

  • Pumpenkopfwerkstoffe
  • Membranmaterial
  • Ventilwerkstoffe

chemisch bestätigt sind.

Typischer pH-Bereich:

  • pH 0 - 14 (werkstoffabhängig)
Lösemittel und VOC-haltige Medien
Bei Lösemitteln müssen zusätzlich bewertet werden:

  • Dichtsysteme
  • Elastomerverträglichkeit
  • Explosionsschutz
Hochviskose Dosiermedien
Hohe Viskositäten beeinflussen:

  • Ventilöffnungszeiten
  • Hubvolumen
  • Förderstabilität

In solchen Fällen kann eine Temperierung oder Anpassung der Hubfrequenz erforderlich sein.
Gas- oder feststoffhaltige Medien
Gasblasen oder Feststoffe können die Dosiergenauigkeit beeinflussen.

Grenzwerte werden daher definiert für:

  • Gasanteil
  • Partikelgröße
  • Feststoffkonzentration
Medium und Sicherheitsdaten für Dosieranlagen prüfen lassen

Sicherheit und Dichtungskonzepte

Da Dosieranlagen nach dem Verdrängerprinzip arbeiten, ist der Überdruckschutz ein Pflichtbestandteil.

Typische Sicherheitskomponenten:

  • Sicherheitsventile
  • Überströmventile
  • Rückschlagventile
  • Injektionsventile

Membrandosierpumpen erreichen im Pumpenkopf eine nahezu leckagefreie Förderung.

Für kritische Medien können eingesetzt werden:

  • Doppelmembranen
  • Leckageüberwachung
  • Sicherheitsabschaltungen

Schnittstellen zur Gesamtanlage umfassen:


  • mechanische Anschlüsse
  • elektrische Einspeisung
  • Steuer- und Bussignale

Integration und Anlagenperipherie

Dosieranlagen werden häufig als komplette Prozessskids geliefert.

Typische Komponenten:

  • Grundrahmen oder Skid
  • Auffangwanne
  • Dosierpumpen
  • Medienbehälter
  • Armaturen
  • Rohrleitungen

Medienbehälter werden ausgelegt nach:

  • Volumen
  • Werkstoff
  • Entgasung
  • Füllstandüberwachung

Weitere Peripherie kann umfassen:

  • Pulsationsdämpfer
  • Sicherheitsventile
  • Rückschlagventile
  • Injektionslanzen
  • Installationskits

Die genaue Ausführung wird immer an Einbauort und Anlagenlayout angepasst.

Monitoring und Betriebssicherheit

Für einen stabilen Betrieb können verschiedene Überwachungssysteme integriert werden.

Typische Monitoring-Funktionen:

  • Drucküberwachung
  • Durchflussmessung
  • Füllstandüberwachung
  • Membranbruchüberwachung
  • Hubzählung

Alarm- und Abschaltlogiken werden projektspezifisch definiert und an den Betreiberstandard angepasst.

Qualität, Prüfung und Dokumentation

Dosieranlagen werden vor Auslieferung geprüft.

Typische Prüfungen:


  • Funktionslauf
  • Dosiergenauigkeitstest
  • Dichtheitsprüfung
  • Regelkreistest (z. B. pH-Regelung)

Dokumentation kann umfassen:

  • Datenblätter
  • R&I-Fließbilder
  • Skid-Layouts
  • Stromlaufpläne
  • I/O-Listen
  • Betriebsanleitungen
  • Konformitätsnachweise

Dokumentationssprachen sind üblicherweise Deutsch und Englisch.
Prüf- und Dokumentationsumfang festlegen

Branchen und typische Anwendungen

Dosieranlagen werden in vielen Industriebereichen eingesetzt.

Typische Branchen:

  • Wasser- und Abwassertechnik
  • Chemische Industrie
  • Energieanlagen
  • Öl- und Gasindustrie
  • Lebensmittelindustrie
  • OEM-Maschinenbau

Typische Anwendungen:

  • pH-Neutralisation
  • Flockungsdosierung
  • Inhibitorzugabe
  • Bioziddosierung
  • Prozessadditivierung
  • Injektionssysteme

Arten und Varianten unserer Dosieranlagen

Technische Systemübersicht für industrielle Anwendungen

Dosieranlagen sind prozessintegrierte Systeme zur präzisen, reproduzierbaren und regelbaren Zugabe von Flüssigkeiten in industrielle Prozesse. Im Gegensatz zu reinen Dosierpumpen umfassen sie ein abgestimmtes Gesamtsystem aus Pumpentechnik, Behälter, Armaturen, Sensorik und Steuerung.

Sie werden in der Chemie, Wasser- und Abwassertechnik, Energie, Verfahrenstechnik sowie im Maschinen- und Anlagenbau eingesetzt, wenn Dosiergenauigkeit, Prozessstabilität und dokumentierbare Betriebsführung gefordert sind. Für Ingenieure und technische Einkäufer ist entscheidend, dass die Systemleistung nicht nur von der Pumpe, sondern vom Zusammenspiel aller Komponenten abhängt.

Harton Anlagentechnik GmbH entwickelt Dosieranlagen daher ausgehend vom realen Prozess und nicht ausgehend von Einzelkomponenten.
Hochdruck-Dosieranlagen
Hochdruck-Dosieranlagen werden eingesetzt, wenn Medien in Prozesse mit hohem Gegendruck eingebracht werden müssen. Die Auslegung erfolgt unter Berücksichtigung von Druckstabilität und Dichtsystem.
ATEXoptional
Druckbis 400 bar
Dosierleistung0,1 - 1.000 l/h
Genauigkeit±0,5 - 2 %
Medienflüssig
Temperatur-20 bis +200 °C
DichtungHochdruck-Gleitring
Werkstoffehochlegierte Stähle
SteuerungSPS
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Hygienische Dosieranlagen (Food / Pharma)
Diese Dosieranlagen sind für sterile oder hygienisch kritische Prozesse ausgelegt. Sie erfüllen FDA- und EHEDG-Anforderungen.
Dosierleistung0,1 - 2.000 l/h
Genauigkeit±0,5 - 1 %
Druckbis 16 bar
MedienLebensmittel, Pharma
Temperatur0 bis 150 °C
ReinigungCIP/SIP
WerkstoffeEdelstahl 1.4404
Oberfläche< 0,8 µm
ATEXoptional
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Kontinuierliche Dosieranlagen (Inline-Dosiersysteme)
Kontinuierliche Dosieranlagen arbeiten mit permanentem Förderstrom und werden direkt in Prozessleitungen integriert. Die Dosierung erfolgt synchron zum Hauptstrom und ermöglicht eine konstante Konzentrationsregelung. Im Projektkontext von Harton Anlagentechnik GmbH wird diese Bauart bevorzugt eingesetzt, wenn Prozessstabilität und gleichmäßige Stoffeinbringung erforderlich sind.
SteuerungSPS / Durchflussregelung
WerkstoffeEdelstahl, Kunststoff
ATEXoptional
Dosierleistung0,1 - 10.000 l/h
Druckbereichbis 40 bar
Genauigkeit±0,5 - 2 %
Medienflüssig, niedrig-hochviskos
Viskosität1 - 100.000 mPa·s
Temperatur-20 bis +150 °C
Regelungkontinuierlich
Schnittstellen4-20 mA, Profibus
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Mehrkomponenten-Dosieranlagen
Diese Anlagen dosieren mehrere Medien gleichzeitig in definierten Verhältnissen. Typisch sind Anwendungen in Chemie, Kunststofftechnik oder Klebstoffsystemen. Unsere Ingenieure achten besonders auf Synchronisation und Mischverhältnis.
WerkstoffeEdelstahl
ATEXoptional
Komponenten2 - 6
Dosierleistung0,1 - 5.000 l/h
Genauigkeit±0,5 - 2 %
Druckbis 50 bar
Medienflüssig, viskos
SteuerungSPS
Automatisierunghoch
Mischverhältnisvariabel
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Mobile / Skid-Dosieranlagen
Diese Systeme sind vormontiert und flexibel einsetzbar. Sie werden häufig für temporäre Prozesse oder Pilotanlagen verwendet.
Druckbis 25 bar
Medienvariabel
Steuerungintegriert
Mobilitäthoch
Werkstoffevariabel
ATEXoptional
Dosierleistung0,1 - 3.000 l/h
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Volumetrische Dosieranlagen (volumenbasierte Dosierung)
Volumetrische Dosieranlagen arbeiten auf Basis definierter Volumenströme und sind weniger komplex als gravimetrische Systeme. Die Auslegung erfolgt medienabhängig, insbesondere hinsichtlich Viskosität und Förderverhalten.
WerkstoffeEdelstahl, Kunststoff
ATEXoptional
Dosierleistung0,1 - 10.000 l/h
Genauigkeit±1 - 5 %
Druckbis 40 bar
Medienflüssig
Viskosität1 - 200.000 mPa·s
Temperatur-20 bis +150 °C
SteuerungDurchflussmessung
Automatisierungmittel
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Relevanz für Ingenieure und technische Einkäufer

Auslegungskriterien
Die Auslegung einer Dosieranlage erfolgt auf Basis von Dosierleistung, Betriebsdruck, Mediumseigenschaften, Viskosität, Regelstrategie sowie den Anforderungen an Dosiergenauigkeit, Automatisierung und Werkstoffbeständigkeit.
Beschaffungsrelevante Spezifikationen
Für die technische Beschaffung sind insbesondere Dosierbereich, maximaler Betriebsdruck, Werkstoffe, Steuerungs- und Schnittstellenkonzept, Dosiergenauigkeit, Dokumentationsumfang sowie Wartungs- und Ersatzteilkonzept entscheidend.
Normen &
Prüfanforderungen
Je nach Anwendung werden Dosieranlagen unter Berücksichtigung relevanter Normen und Richtlinien, beispielsweise EN 10204 für Materialzeugnisse, ATEX für explosionsgefährdete Bereiche sowie anwendungsspezifischer Hygiene- oder Druckgeräteregelwerke, projektspezifisch ausgelegt und dokumentiert.
Technische Spezifikation anfordern

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