Automatische Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Polyelektrolyt-Lösungen
Einsatzbereiche:
Wasserbehandlung
Biologische behandlung von städtischen und industriellen Abwässern
Filtration / Dekarbonisierung
Schlammbehandlung
Schwefelsäureherstellung
Elektrolytische Neutralisation
Petrochemische Industrie
Papierindustrie
Zuckerindustrie
Kosmetikindustrie
Beizereien und Gerbereien
usw.
Die automatisch arbeitenden Anlagen werden dort eingesetzt, wo verunreinigtes Wasser oder andere Flüssigkeiten behandelt werden. Die Koagulate umhüllen die Partikel in der Flüssigkeit und flocken diese aus, die Partikel können so herausgefiltert werden.
Polyelektrolyte werden den zu behandelnden Systemen in kleinen Mengen in Form von verdünnten, wässerigen Lösungen zugegeben. In der Vergangenheit haben sich bei der Herstellung der Polyelektrolytlösungen einige Probleme ergeben.
Die folgenden Punkte müssen besonders beachtet werden: * Polyelektrolytpulver neigen bei Feuchtigkeit zum Verklumpen * Pulver neigen zum Zusammenkleben und bilden unauflösliche Flocken, wenn sie nicht gleichförmig dispergieren * Die fertigen, viskosen Lösungen müssen mit einer speziellen Dosierpumpe (keine Zentrifugalpumpe) gefördert werden * Nach der Vermischung und Lösung ist eine Reifezeit einzuhalten * Die Reifezeit ist abhängig vom Polyelektrolyttyp sowie von der Umgebungstemperatur * Die Lösung ist nur für eine bestimmte Zeit beständig und brauchbar
POLYCENDOS-Anlagen: Automatische und kontinuierliche Dispersion, Verdünnung, Auflösung, Reifung, Bevorratung und Dosierung von Polyelektrolyt Lösungen. Die Anlagen arbeiten äußerst zuverlässig und wirtschaftlich.
Anlagen bestehend aus: * Pulvervorratsbehälter und Dosiersystem mit einstellbarer Dosiermenge (1) * Verdünnungs-, Dispersions,- und Lösesystem (2) * Ansetzbehälter (3), unterteilt in Verdünnungs-, Reife- und Vorratsbereich, Überlauf jeweils über Wehr * Schalttafel (4), IP 54, mit Bedien- und Überwachungselementen * Dosiersystem (5)
Vorratsbehälter und Dosiersystem bestehend aus: * Edelstahlbehälter (1) mit Deckel * Dosierschnecke (2) komplett mit regelbarem Antrieb (3) zur Einstellung der Fördermenge * Die Dosierschnecke wurde so konzipiert, daß keine Brückenbildung im Behälter auftritt * Der Austrag der Dosierschnecke kann mit einem Heizmantel versehen werden, um das Produkt trocken zu halten
Dispersions- und Lösesystem bestehend aus: * Volumenstrommessung (1) * Druckschalter (2) und Manometer (3) für Wasser * Bypassleitung und Regulierventil (4) * Magnetventil (5) inWasserzulaufleitung
Dispersion: Das Pulver aus der Dosierschnecke fällt in den Wasserstrahl der Spraydüse. Die Ausführung der Spraydüse gewährleistet eine gute Vermischung, es bildet sich eine homogene Lösung.
Lösesystem: Wasser-Pulver-Gemisch gelangt in den Behälter, wo der Lösevorgang beginnt.
Ansetzbehälter: Der Edelstahl-Ansetzbehälter ist in 3 Bereiche aufgeteilt.
Bereich 1 Ein langsamlaufendes Rührwerk mischt die Komponenten zu einer homogenen Lösung, ohne die chemische Struktur zu zerstören.
Bereich 2 Über ein Wehr fließt die Lösung in den zweiten Bereich, in dem wiederum ein langsamlaufendes Rührwerk die Lösung beständig hält, bis die Reifezeit abgeschlossen ist.
Bereich 3 Nach der Reifezeit erreicht die nun fertige Lösung den Vorratsbereich. Eine Niveauüberwachung kontrolliert das gesamte System.
MAX- und Normalstandüberwachung LSH: Bei MAX-Meldung wird die Dosierschnecke abgeschaltet und das Magnetventil in der Wasserzulaufleitung geschlossen.
MIN-Überwachung LSL: Bei MIN-Meldung wird die Dosierpumpe abgeschaltet und eine Warnlampe an der Schalttafel ausgelöst.
Schalttafel * Lackierte Ausführung, Schutzart IP 54, * Hauptschalter * Autom. Schalter für Rührwerke, Dosierschnecke und Dosierpumpe * Hand-/Automatik-Schalter * Betriebs-/Stop-Leuchte * Störmeldelampe für MIN-Meldung und zu geringem Wasserdruck * Ausführung nach IEC-Standard
Dosiersystem Enthält eine oder mehrere Dosierpumpen, Druckventile und Pulsationsdämpfer.
TYP
Leistung l/h
Dosierung min/max l/h
Behälter Liter
Schnecke kW
Rührwerk Stück / kW
A mm
B mm
C mm
Gewicht Kg
PSL550
500
0,5 / 3,2
70
0,18
2 / 0,18
1550
740
1980
260
PSL1100
1100
1,0 / 6,5
70
0,18
2 / 0,18
1550
740
1980
260
PSL2100
2100
1,4 / 8,7
70
0,18
2 / 0,18
2100
1030
1980
320
PSL4200
4200
2,9 / 17,3
70
0,18
2 / 0,18
2950
1380
1980
460
PSL8000
8000
5,0 / 30
70
0,18
2 / 0,18
3600
1570
2150
850
Auswahl: Polyelektrolyte, die in Pulver- oder in flüssiger Form vorliegen können, haben signifikante Unterschiede, speziell bezogen auf die Reifezeit. Die Reifezeit kann von 30 bis über 120 Minuten variieren, daher muß die Förderleistung in Abhängigkeit zur Reifezeit gesetzt werden.
Die nachfolgende Grafik hilft bei der korrekten Auswahl des Systems: